
So, am letzten Freitag konnte ich ja nun nicht in der PE sein. Zuerst dachte ich mir, nun ja, das sei ja nicht so tragisch, schließlich könne ich ja alle Inhalte nacharbeiten und bei meinen Kommilitonen nachschauen. In der Realität hat das, vermute ich, ganz gut geklappt, allerdings nur aufgrund der Tatsache, dass ich die Lerntagebücher meiner Kommilitonen einsehen konnte. Der Inhalt im Commsy ist nicht klar den einzelnen Terminen zugeordnet, was ja eigentlich nicht tragisch ist, wenn Mann in der PE war, aber sehr unübersichtlich, wenn man nicht dort sein konnte. In anderen Räumen der Erziehungswissenschaft sind die Materialien an die Termine gebunden, entweder ist das bei uns nicht der Fall, oder ich habe das System nicht verstanden.
Nachgearbeitet habe ich jedenfalls gestern in der Uni die Geogebra-Aufgaben und ich glaube, das habe ich auch ganz gut hinbekommen, das Geogebra ist ja sehr schön einfach zu bedienen, so, dass man es sicher gut im Unterricht auch mit nicht so computerfesten Schülern verwenden kann.

Ich habe mal Screenshots gemacht, und hier eingefügt, von den Geogebra-Zeichnungen, mir gefallen die nämlich. Die Antwort auf die Frage war, dass die Winkel in ihrer Größe fest erden, wenn sie sich auf unterschiedlichen Seiten der Geraden a befinden.
Ich glaube, es kann schon hilfreich sein, das mit der Klasse einige WENIGE Male zu benutzen, damit auch mal die Schmierer unter den Kindern eine vernünftige Zeichnung zum Verständnis haben, die sie dann ausgedruckt mitnehmen können, andererseits haben wir hier ja wieder das bekannte Problem der Schlüsselkompetenzen, auf das wir schon beim Unterthema "Schreiben am PC" in der PE gekommen sind. Dass ein Schüler lernt, vernünftig zu Schreiben (mit der Hand) und auch mal ein vernünftiges Diagramm zu zeichnen ist extrem wichtig. Der PC darf ihnen nicht alles abnehmen. "Wenn man ordentlich mit der Hand zeichnen kann, bedeutet das, dass es auch im Kopf ordentlich aussieht," hat meine Kunstlehrerin immer gesagt und ich finde sie hat recht. Jemand, der dir keine vernünftige Wegbeschreibung aufmalen kann, oder von einem Text, sagen wir von Pazzini am Rand eine Skizze abstrahieren kann oder sich leserliche Randnotizen machen, der Strukturiert zumeist seine Gedanken auch im Kopf nicht richtig. Zudem kann er seine Notizen gar nicht richtig nachlesen. So einer wird zu einem Computerjunkie, der muss jede Vorlesung mittippen und wenn sein Akku alle ist, nun ja, dann hat er ein Problem. Stift und Zettel kann sich der vergessliche leihen. "Gib mir mal schnell einen Akku rüber, bitte!"-unwahrscheinlich. Man kommt immer mal wieder in die Situation, dass man diese Kompetenzen braucht und sei es später im Job, wenn man in einem Meeting etwas erklärt und der Chef sagt, man solle das mal eben veranschaulichen, auf einem Flipchart, oder etwas ähnlichem.
Ich glaube, daran muss die Grundschullehrerin vor allen anderen denken, im Gymnasium oder in einer anderen höheren Schule haben die Lehrer doch schon vom Curriculum her gar keine Zeit, um sich um so etwas zu kümmern, oder sie bemerken es gar nicht. Ich finde auch, dass das von der Behörde noch nicht beachtet wird, die Klassen in der Grundschule sind so groß, dass die Lehrerin da gar nicht auf alle Schüler intensiv genug achten kann, zum, anderen sollte das ruhig als Unterrichtsfach, oder zumindest als Unterrichtseinheit existieren, Heftführung.
Bei Julia habe ich gelesen, dass sie sich Gedanken macht, warum keine Mänenr an die Grundschule kommen (oder nicht so viele). Ich glaube, sie hat sich die Antwort schon selbst gegeben, indem sie auf einen Artikel verwies, in dem Stand, dass Männern der Beruf nicht attraktiv vorkommt, weil es da keine Aufstiegschancen gibt,zu wenig intellektuelle Anforderungen und das Gehalt für ein Studium sehr niedrig ist. Sie hat auch gesagt, dass es aber doch ein sehr familienfreundlicher Beruf ist, kindergerecht Arbeitszeiten, etc.
Ich finde, um es mal so salopp auszudrücken, da hat sies. Es herrscht doch immer noch das klassische Rollendenken, die Männer denken an ihre Karriere, wollen erfolgreich sein, Geld verdienen, eben ein toller Typ, der entweder ein tolles Leben hat, oder Frau und Kindern was bieten kann, während viele Frauen sich denken, dass der Beruf super geeignet ist, wenn man Karriere und Kinder haben will. Man ist ja auch bei der Behörde verbeamtet, kann mal ein Jahr Pause machen ohne gleich ausgebootet zu werden, etc. Zudem wollen viele Frauen ja auch gern mit Kindern arbeiten, da sagt schon die Biologie: "Jaaa, das will ich!!!", da braucht man gar nicht so tun, als wäre es nicht so.
Dass es "neue Männer" gibt, diese ominöse weichere Erscheinung, die gern mit Kindern arbeiten will oder es sich toll vorstellt den halben Haushalt zu übernehmen und regelmäßig mit Schürze in der Küche zu stehen ist doch eher noch selten, in den Filmen und Medien zum Beispiel bekommt gerade wieder die typische Mann-Schiene Konjunktur, da braucht man sich nur Mal in die letzten Filme zu setzen, Batman oder James Bond.
Dabei ist es echt schade, dass so wenige Männer das machen wollen, da stimme ich Julia zu. Kinder brauchen eben auch männliche Bezugspersonen, männliche Rollenvorbilder und nicht nur überall Frauen um sich herum. Da gibt die Schule einfach die Realität unrichtig wieder. Ich finde, die Männer sollten wirklich mal etwas dazu sagen. Wer von unseren Männern ist eigentlich im PriSe-Studiengang? Und warum habet ihr euh für Gym entschieden und warum für (wenn jemand von euch das hat) für PriSe? Lasst uns diskutieren!
Bei Henning habe ich dann noch gelesen, dass Herr Breier sich weniger wünscht, dass unsere Einträge einem Protokoll gleichen und mehr Reflektion enthalten.
Dazu kann ich nur sagen, dass ich dachte, es wäre richtig, so protokollartig zu schreiben, weil das irgendwie viel mehr den wissenschaftlichen Standards entspräche, obwohl ich mich auch zu erinnern meine, dass es ein Handout gab, in dem stand, dass ein Lerntagebuch etwas subjektives sein soll. Ich meine aber nicht das Video, finde allerdings auch kein Handout dazu in meiner Mappe oder im Commsy. Erinnert sich da noch jemand dran? Bringe ich etwas durcheinander? Nun ja, auf jeden Fall werde ich mich nun mehr darum bemühen, eine Reflektion abzugeben und nicht die Stunde zu protokollieren.

3 Kommentare:
Diskussionsanfang. Ja warum? Sagt es uns. Ich hab schon gerade bei Julia geschrieben, ich hätte Lust das Thema zu diskutieren. Und was soll eigentlich das Rollenverhalten? Ich glaube ich fänd es schön, wenn man sich die "Elternzeit" mit seinem Partner teilen könnte. Ich denk, das ist für alle schön. Fühlt sich ein moderner Papa nicht sonst auch irgendwie vernachlässigt oder nicht so wichtig wie die Mama?? Also ich fand es früher toll, wenn mein Papa auch zu Hause war (er hatte damals Schichtdienst, war also regelmäßig auch am Tag da).
Jungs erzählt uns mal, wie ihr euch das so vorstellt.
Bis Freitag beim Theaterspielen, tess
Ich stimme euch beiden zu: Es ist schade, dass so wenig junge Männer Grundschullehrer werden wollen!
Gerade gestern hab ich von meinem Freund, der bei der Bundespolizei studiert, erfahren, dass ein Kommilitone von ihm gelündigt habe - es sei der falsche Beruf von ihm. Laut meinem Freund sei es ein sensibler Kerl, der unter der Woche Heimweh hatte usw.. Was macht er jetzt? Er studiert auf Lehramt - PriSe .. Ich denke, das zeigt ganz gut, dass es Männer sein müssen, die einigermaßen sensibel sind, oder? Und welche, die nicht das Gefühl haben, ihre Männlichkeit dauernd beweisen zu müssen..
gekündigt, nicht gelündigt
für ihn, nicht von ihm
:(
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