Freitag, 12. Dezember 2008

Schülern nicht absagen

Heute bin ich leider zu spät gekommen und konnte mir den Film nicht ansehen. Ich werde das vielleicht im Kino mal tun, mal schauen.
Deutlich wurde ja auch in den Diskussionen meiner Kommilitonen, dass offenbar eine mit der Situation überforderte junge Lehrerin gezeigt wurde, die falsch in die Situation im Kollegium herein gekommen ist (unsicher war und versehentlich Kollegen vor den Kopf gestoßen hat, sich nicht darum bemüht, das klarzustellen, zu enthusiastisch in eine bereits fest stehende Gruppe hineingehen wollte und sich nicht genug nach den Spielregeln der Gruppe umgesehen hat), im folgenden von diesen nicht unterstützt sondern abgelehnt, sogar vor den Schülern untergraben wurde. Auch in der Klasse konnte sie sich nicht durchsetzen, die ihre Grenzen austestenden Schüler wurden von ihr nicht in ihre Schrancken verwiesen, die Situation in der Klasse lief aus dem Ruder, wurde für sie unkontrollierbar.
Verschlimmert wurde die Situation, als ein anderer Lehrer sie vor den Schülern für deren Lärm zusammenfaltete und so klar wurde, dass den Schülern auch von den anderen Lehrern keine Konsequenzen für ihr Verhalten gegenüber der Lehrerin drohen. Der anscheinende Höhepunkt bestand darin, dass die Lehrerin von einem Schüler mit einer Kakaotüte beworfen wurde, darauf nicht wütend, sondern verschüchtert reagierte, womit sie den Moment eines Bruches verschenckte, in dem die Schüler offen waren und nicht sicher, wie es weitergehen sollte, damit die Möglichkeit vergab, sich doch noch, an diesem möglichen Scheitelpunkt zu behaupten und die Schüler in den Griff zu bekommen, ihr Bild in ihnen als das einer Autoritätsperson einzubilden (hier nehme ich natürlich Bezug auf Henning, der auf die Vorlesung verwiesen hat).
Letztendlich formulierte, glaube ich, Eike, dass es so scheine, als könne die Lehrerin am Ende bereits am Rande suizidaler Gedanken stehen.

Im weiteren gab es ein Rollenspiel, moderiert von Herrn Breier und einem fremden Herrn, den ich mal intuitiv als zugehörig zum Lehrertraining klassifiziere.
Die eine Hälfte des Raumes erhielt Rollen mit festen Positionen und Meinungen, sollte diese dann in einer fiktiven Diskussion bei einer fiktiven Lehrerkonferenz spielen in der es um die Gymnasiale Empfehlung für Schüler gegen Ende der 6. Klasse gehen sollte (vermutl. Zentralschulsystem).
Es ging offenbar darum, dass wir uns Diskussionskompetenzen vor Augen rufen (bzw. die Hälfte von uns diese bereits üben sollte, die andere die Übung bewerten). Ich will jetzt nicht auf die Diskussionskompetenzen eingehen, das werden meine Kommilitonen sicher tun. Mit diesen Kompetenzen bin ich auch eigentlich vertraut.
Ein besonderer Bruch, ein Einschnitt mit der Chance zur Bildung, um einmal bei den Begrifflichkeiten Pazzinis zu bleiben, stellte für mich heute die Handlung des Rollenspiels dar. Ich habe mich da auch besonders emotional eingefühlt und mich identifiziert, allerdings mit dem Schüler, nicht mit den Lehrern. In dem Rollenspiel wurde einem intelligenten Schüler, der auch in seinem Interessenbereich, den geisteswissenschaftlichen Fächern sehr gut ist, in den naturwissenschaftlichen Fächern und Sprachen, die ihn nicht interessieren schlecht.
Diesem Schüler wurde in der Diskussion eine Absage für das Gymnasium erteilt, er wurde auf die Realschule geschickt, obwohl zwei geisteswissentschaftliche Lehrer sich besonders für ihn einsetzten, der eine auch bis zum Schluss. Hier war ich besonders von Eike enttäuscht, der in meinen Augen moralisch für diesen Schüler versagt hat (ich spreche natürlich nur von der Person, die er dargestellt hat). Dieser Schüler ist ein ganz typischer Schüler für die Gymnasiale Oberstufe, wie sie in meiner Schule zu Hauf anzutreffen waren, wie ich auch selbst einer war. Ein Schüler, der auf einem bestimmten Interessengebiet seine volle Intelligenz und seine Fähigkeiten zum Ausdruck bringt, während er zuerst, in jungen Jahren noch nicht die Notwendigkeit einsieht, sich über ein bestimmtes Mindestmaß hinaus mit anderen Fächern auseinanderzusetzen. Diese Schüler arbeiten nach dem Kosten Nutzen Prinzip. Eine möglichst geringe Leistung für eine akzeptable Note.
Diese Einstellung ändert sich erst später, vielleicht sogar erst in der neunten, zehnten Klasse, wenn der Schüler beginnt, sich Gedanken über seinen Beruf und seine Interessenfelder zu machen. Wenn er einsieht, dass auch seine Mathenote relevant ist.
Diese Schüler haben eindeutig das Potenzial für eine gute, sogar eine sehr gute Ausbildung, für einen guten Abschluss und ein ihren Interessen entsprechendes Studium.
An einer Realschule sind diese Schüler falsch. Warum wird ein in einem Fach überdurchschnittlich begabtes Mädchen wie Marie, die in anderen Fächern schwach ist empfohlen? Sie ist ebenso faul.
Das Argument, dass das Verhalten von Max ein Grund ist, kann ich einfach nicht gelten lassen. Ein zugeklebtes Klavier ist immer noch ein Streich und zwar ein kreativer. Ich finde das absolut nicht so tragisch. Dann schicke ich halt den jungen los um mir Lösespray zu holen und alles ist wieder gut. Sich dann hinzustellen und zu sagen, dieser Junge hat bei mir das Klavier verklebt, der gehört nicht auf das Gymnasium finde ich unmöglich. Es sollen doch nicht nur die absolut braven Kinder auf das Gymnasium kommen dürfen. In vielen Fällen meiner alten Schule war es erst der Chemie- und Biologielehrer Herr Kleinert, der einigen Schülern Disziplin beibrachte und zwar in der neunten Klasse. Ein Bekannter von mir war bis zur zehnten Klasse ein notorischer Dazwischenrufer, Klassenkasper und Alberer. Die Lehrer haben über ihn beraten (vermute ich, so etwas klang im Laufe der achten Klasse jedenfalls durch), sich die Mühe gemacht, ihn zu reglementieren und anschließend machte er ein hervorragendes Abi. Es kann doch auch sein, dass ein Schüler die Geisteswissenschaftlichen Fächer bereichert, obwohl er kaspert, ja das sogar ausgleicht. Ebenso kann es sein, dass ein Schüler erst in der zehnten Klasse, wenn es in Mathe richtig schwierig wird begreift, dass er mit seinem Prinzip des minimalen Aufwandes nicht weiterkommt. Und so einen Schüler will man dann auf die Realschule schicken, wo sein philosophisches Potenzial nicht gefördert wird, wo er verschliffen wird und schließlich nicht mehr besonderer ist als ein Stein (um mich auf den Diamantenvergleich zu beziehen). So ein Schüler kann nur auf dem Gymnasium gemäß seines Potenziales entwickelt werden. Die Hamburger Realschulen taugen nur dazu, um Auszubildende zu bilden. Die wenigsten, aber wirklich die allerwenigsten gehen noch anschließend in die Aufbauklasse und machen ein Abitur.
Ich rege mich unendlich über die Vorstellung auf, dass eine Gruppe von Lehrern sich zusammensetzt und leichtfertig (ja, in meinen Augen leichtfertig, einige Lehrerinnen kamen mir so vor, als seinen sie einfach nur eingeschnappt, weil der Schüler ihren persönlichen Unterricht gestört hat, haben ignoriert, welches Potenzial er hat) eine Entscheidung für seine Zukunft trifft.
Ich selbst hatte keine Gymnasialempfehlung und musste mich gegen meine Eltern durchsetzen, die glaubte, die Meinung des Lehrers sei determinant für meine Zukunft, Aussagekräftig für meine Fähigkeiten. Ich habe ein Einserabitur.

Lehrer müssen den Eltern deutlich machen, dass ihre Empfehlung eine subjektive Einschätzung ist. Sie müssen darlegen, weshalb sie so entscheiden und wenn es Probleme in der Entscheidungsfindung gab, müssen sie das auch vermerken. Eltern sind teilweise verbohrt, das haben wir im Videobeispiel gesehen (scheinbar). Lehrer können genauso verbohrt sein.

Ein Lehrer, der sich wie Henning nicht weiter für die gymnasiale Empfehlung eines Schülers einsetzt, weil andere nur den eigenen Unterricht sehende Lehrerinnen dagegen reden.
Genauso ist es Blödsinn, dass der Klassenlehrer das letzte Wort hatte. Der Klassenlehrer unterrichtet auch nur ein Fach, eine subjektive Person. Ein Mensch mit allen möglichen Fehlern und persönlichen Meinungen und Vorurteilen.

Ich würde niemals, wirklich niemals, einem Schüler für sein Potenzial absagen, riskieren, dass es verloren geht. Gerade bei solch einem Schüler dürfte man nicht riskieren, dass er auf der Realschule seine Förderer verliert! Er muss gebildet werden, damit er sich entwickelt. In der Realschule gebe es für ihn keine Überforderungen, kein Wachstum, keine Entwicklung.

Für manche Schüler ist die Realschule besser. Das stimmt. Im ersten Fall war ich auch dieser Ansicht. Hier ist die Entscheidung einfach fehlgelaufen.

Anhang
: Unsere Uni zeigt öfter Mal Filme, die sich angehende Lehrer ansehen könnten. Man muss ja nicht mal unbedingt dahingehen, kriegt man ja auch alles in der Videothek.

Und eine nette Diskussion zum Thema Lehrer findet man hier. Vertreten sind die typischen Klischeemeinungen und entsprechende Antworten/Dementi, mit denen wir immer wieder konfrontiert werden werden.

Dienstag, 9. Dezember 2008

Geogebra und Männermangel



So, am letzten Freitag konnte ich ja nun nicht in der PE sein. Zuerst dachte ich mir, nun ja, das sei ja nicht so tragisch, schließlich könne ich ja alle Inhalte nacharbeiten und bei meinen Kommilitonen nachschauen. In der Realität hat das, vermute ich, ganz gut geklappt, allerdings nur aufgrund der Tatsache, dass ich die Lerntagebücher meiner Kommilitonen einsehen konnte. Der Inhalt im Commsy ist nicht klar den einzelnen Terminen zugeordnet, was ja eigentlich nicht tragisch ist, wenn Mann in der PE war, aber sehr unübersichtlich, wenn man nicht dort sein konnte. In anderen Räumen der Erziehungswissenschaft sind die Materialien an die Termine gebunden, entweder ist das bei uns nicht der Fall, oder ich habe das System nicht verstanden.
Nachgearbeitet habe ich jedenfalls gestern in der Uni die Geogebra-Aufgaben und ich glaube, das habe ich auch ganz gut hinbekommen, das Geogebra ist ja sehr schön einfach zu bedienen, so, dass man es sicher gut im Unterricht auch mit nicht so computerfesten Schülern verwenden kann.
Ich habe mal Screenshots gemacht, und hier eingefügt, von den Geogebra-Zeichnungen, mir gefallen die nämlich. Die Antwort auf die Frage war, dass die Winkel in ihrer Größe fest erden, wenn sie sich auf unterschiedlichen Seiten der Geraden a befinden.
Ich glaube, es kann schon hilfreich sein, das mit der Klasse einige WENIGE Male zu benutzen, damit auch mal die Schmierer unter den Kindern eine vernünftige Zeichnung zum Verständnis haben, die sie dann ausgedruckt mitnehmen können, andererseits haben wir hier ja wieder das bekannte Problem der Schlüsselkompetenzen, auf das wir schon beim Unterthema "Schreiben am PC" in der PE gekommen sind. Dass ein Schüler lernt, vernünftig zu Schreiben (mit der Hand) und auch mal ein vernünftiges Diagramm zu zeichnen ist extrem wichtig. Der PC darf ihnen nicht alles abnehmen. "Wenn man ordentlich mit der Hand zeichnen kann, bedeutet das, dass es auch im Kopf ordentlich aussieht," hat meine Kunstlehrerin immer gesagt und ich finde sie hat recht. Jemand, der dir keine vernünftige Wegbeschreibung aufmalen kann, oder von einem Text, sagen wir von Pazzini am Rand eine Skizze abstrahieren kann oder sich leserliche Randnotizen machen, der Strukturiert zumeist seine Gedanken auch im Kopf nicht richtig. Zudem kann er seine Notizen gar nicht richtig nachlesen. So einer wird zu einem Computerjunkie, der muss jede Vorlesung mittippen und wenn sein Akku alle ist, nun ja, dann hat er ein Problem. Stift und Zettel kann sich der vergessliche leihen. "Gib mir mal schnell einen Akku rüber, bitte!"-unwahrscheinlich. Man kommt immer mal wieder in die Situation, dass man diese Kompetenzen braucht und sei es später im Job, wenn man in einem Meeting etwas erklärt und der Chef sagt, man solle das mal eben veranschaulichen, auf einem Flipchart, oder etwas ähnlichem.
Ich glaube, daran muss die Grundschullehrerin vor allen anderen denken, im Gymnasium oder in einer anderen höheren Schule haben die Lehrer doch schon vom Curriculum her gar keine Zeit, um sich um so etwas zu kümmern, oder sie bemerken es gar nicht. Ich finde auch, dass das von der Behörde noch nicht beachtet wird, die Klassen in der Grundschule sind so groß, dass die Lehrerin da gar nicht auf alle Schüler intensiv genug achten kann, zum, anderen sollte das ruhig als Unterrichtsfach, oder zumindest als Unterrichtseinheit existieren, Heftführung.

Bei Julia habe ich gelesen, dass sie sich Gedanken macht, warum keine Mänenr an die Grundschule kommen (oder nicht so viele). Ich glaube, sie hat sich die Antwort schon selbst gegeben, indem sie auf einen Artikel verwies, in dem Stand, dass Männern der Beruf nicht attraktiv vorkommt, weil es da keine Aufstiegschancen gibt,zu wenig intellektuelle Anforderungen und das Gehalt für ein Studium sehr niedrig ist. Sie hat auch gesagt, dass es aber doch ein sehr familienfreundlicher Beruf ist, kindergerecht Arbeitszeiten, etc.
Ich finde, um es mal so salopp auszudrücken, da hat sies. Es herrscht doch immer noch das klassische Rollendenken, die Männer denken an ihre Karriere, wollen erfolgreich sein, Geld verdienen, eben ein toller Typ, der entweder ein tolles Leben hat, oder Frau und Kindern was bieten kann, während viele Frauen sich denken, dass der Beruf super geeignet ist, wenn man Karriere und Kinder haben will. Man ist ja auch bei der Behörde verbeamtet, kann mal ein Jahr Pause machen ohne gleich ausgebootet zu werden, etc. Zudem wollen viele Frauen ja auch gern mit Kindern arbeiten, da sagt schon die Biologie: "Jaaa, das will ich!!!", da braucht man gar nicht so tun, als wäre es nicht so.
Dass es "neue Männer" gibt, diese ominöse weichere Erscheinung, die gern mit Kindern arbeiten will oder es sich toll vorstellt den halben Haushalt zu übernehmen und regelmäßig mit Schürze in der Küche zu stehen ist doch eher noch selten, in den Filmen und Medien zum Beispiel bekommt gerade wieder die typische Mann-Schiene Konjunktur, da braucht man sich nur Mal in die letzten Filme zu setzen, Batman oder James Bond.
Dabei ist es echt schade, dass so wenige Männer das machen wollen, da stimme ich Julia zu. Kinder brauchen eben auch männliche Bezugspersonen, männliche Rollenvorbilder und nicht nur überall Frauen um sich herum. Da gibt die Schule einfach die Realität unrichtig wieder. Ich finde, die Männer sollten wirklich mal etwas dazu sagen. Wer von unseren Männern ist eigentlich im PriSe-Studiengang? Und warum habet ihr euh für Gym entschieden und warum für (wenn jemand von euch das hat) für PriSe? Lasst uns diskutieren!

Bei Henning habe ich dann noch gelesen, dass Herr Breier sich weniger wünscht, dass unsere Einträge einem Protokoll gleichen und mehr Reflektion enthalten.
Dazu kann ich nur sagen, dass ich dachte, es wäre richtig, so protokollartig zu schreiben, weil das irgendwie viel mehr den wissenschaftlichen Standards entspräche, obwohl ich mich auch zu erinnern meine, dass es ein Handout gab, in dem stand, dass ein Lerntagebuch etwas subjektives sein soll. Ich meine aber nicht das Video, finde allerdings auch kein Handout dazu in meiner Mappe oder im Commsy. Erinnert sich da noch jemand dran? Bringe ich etwas durcheinander? Nun ja, auf jeden Fall werde ich mich nun mehr darum bemühen, eine Reflektion abzugeben und nicht die Stunde zu protokollieren.

Samstag, 29. November 2008

Schulbesuch


Letzten Montag war ich natürlich auch wieder in der Schule, aber bei mir dauert es immer ein Weilchen, bis ich die Berichte auf meinen Blog tue. Ich habe nämlich nicht immer Internet, aber das ist eine andere Geschichte.

Mein Bericht:
heute war leider nicht viel los, in der Schule, mir ist nichts besonderes aufgefallen, in der Deutschstunde von Frau Thiery nicht und auch in den beiden Mathestunden mit Herrn Debacher nicht.
Ich schätze, solche Tage muss es auch geben, an denen sich einfach nicht viel ereignet.

Hier habe ich mal den Link zur Website der Hansaschule reingestellt, das können wir ja nun alle durch Eike: Hier ist sie, die Hansaseite.
Ich finde die neue Schulleiterin auf dem Foto sehr gut getroffen, sie ist auch sehr nett, als sie den Unterricht angesehen hat, gleichzeitig mit meiner Hospitation, ist sie herumgegangen und hat die Schüler einzeln ein wenig gefragt und mich natürlich auch, wie weit mein Lehrerinnenstudium ist, wie es zur Zeit in Hamburg gestaltet ist, usf.
RektoreInnen sind ja auch ein Teil meines Lehrerberufs, jetzt habe ich schon mal einen Rektorin außerhalb meines Schülerinnendaseins getroffen, sozusagen, auf der anderen Seite.
Letztlich sind Lehrer und Rektoren auch nur Menschen, habe ich dabei festgestellt.
Klingt trivial, kommt einem aus Schülerperspektive aber manchmal echt so vor, als wären Lehrer etwas völlig anderes, als man selbst. Das muss wohl so.

Nun gut, die Deutschstunde von Frau Thiery beschreibe ich jetzt nicht im Detail, weil sie wirklich soo unendlich ereignislos war. es gab eine Aufgabe zu "Dem Fräullein von Scuderi", die dann im Plenum gelöst wurden.
Bei Herrn Debacher kam heute in beiden Stunden kein Moodle zum Einsatz, die Kinder haben sehr viel Stillaufgaben gerechnet (wobei es nicht still war, sondern Murmelgruppen gebildet wurden). Ich sitze ja vorne, direkt vor den Nasen von einem kleinen Deutschrussen, einem franko-Afrikaner und einer Türkin, die drei gefallen mir, weil sie sich garantiert nie Gedanken gemacht haben, ob sie untereinander integriert sind, oder Vorurteile habe. Das ist der große Pluspunkt der Klasse, es sind zwar Raudis, aber multikulturelle und toll integrierte Raudis. Wahrscheinlich ist das Zeitalter, in dem man als Lehrer noch gegen Ausländerkindermobbing vorgehen musste bald endlich vorbei und das ist toll so!
Integration ist ja an vielen sehr gemischten Schulen ein Thema, aber wenn die Kinder das mittlerweile so toll hinkriegen muss man sich da keine Gedanken mehr drum machen (wobei das ja trotzdem immer noch mal auf einen zukommen kann).

Jedenfalls haben die Raudis mich gefragt, ob ich ihnen etwas Mathematisches erklären kann. Es war ziemlich einfach, Textaufgaben, aus denen man x und y Formeln ziehen kann und die dann gleichsetzen. Ich konnte ihnen weitgehend helfen, das war ganz gut. Ich muss mir also doch nicht solche0 Gedanken um Mathefachdidaktik machen.
Natürlich riefen dann ein anderer Junge "Hey, du Studentin! Hilfst du mir auch?". Ich bin dann doch zu ihm gegangen und am Ende auch ein bisschen noch "rum", aber da ich ja später als Lehrerin durchgehen lassen kann, wenn mich jemand, "Hey Lehrerin" ruft, habe ich ihn da dann noch verbessert.
Ich wusste zuerst nicht, ob ich da hin gehen soll und dem Kind helfen, habe Herr Debacher angesehen, aber der hatte da wohl auch keine Meinung. Da ich ja nun schon geholfen hatte und schlecht wieder in meine Einrichtungsgegenstandrolle zurück konnte, entschloss ich mich zu helfen und da schien Herr Debacher auch nichts dagegen zu haben.
Letzten Endes habe ichdie Situation also gemeistert. Sehr schön.

Später verteilte Herr Debacher Noten. Der kleine franko-Afrikaner bekam seine fünf und seine Freunde fragten ihn, warum, er sich nicht wenigstens beim Tafelrechenen beteiligte, man müsse ja nur mitdenken (wie Herr Debacher es ja auch immer sagt). Nach der Tafelrechensequenz und am Ende der Stunde fragte ich den kleinen dann auch, warum er nicht einmal eine Termumformung oder einen einfachen Teilschritt vormache, da er das ja könne (ich hatte es gesehen).
Offenbar hatte er den Eindruck, Herr Debacher hätte ihn einmal aufgeschrieben, als er etwas Falsches gesagt hatte. Was da gelaufen ist, weiß ich natürlich nicht, aber das kann ja so nicht mit rechten Dingen zugehen.
Ich erzählte Herr Debacher davon und dieser nahm sich vor, in der nächsten Stunde allgemein klarzustellen, dass er niemanden aufschriebe, weil er etwas Falsches mündlich sage. Dass er niemandem einen Strick drehe, der es versuche. Und das ein Falscher Beitrag immer noch ein Versuch sei und Interesse und daher positiv.

Sehr schön.
Eigentlich war die Stunde doch gar nicht so ereignislos, sondern sehr nett zum Hospitieren^^

Freitag, 28. November 2008

Podcasts und Faulheit

Heute haben wir uns in der PE wieder ein paar Weblogs angesehen, das von Katharina und das von Eike, die beide sehr gut waren. An ihren Beispielen wurden uns die Funktionen erklärt, wie Hyperlink und Bilder einfügen, die die beiden schon sehr toll benutzt haben, wir aber größtenteils noch nicht.
Dabei ist mir aufgefallen, dass ich meinen Weblog immer noch nicht gut strukturiere und auch das Layout noch leicht chaotische Züge aufweist.
Außerdem fehlt mir immer noch das Profilbild, wobei das ja wirklich nicht sein müsste. Ich habe dann gleich mal ein provisorisches reingestellt, bis ich meine Festplatte wiederhabe.

Das Problem bei meinem Blog ist auch, dass ich ihn eher wirklich wie ein Tagebuch führe und nicht wie etwas wissenschaftliches, oder Lehrebezogenes. Ganz glücklich ist das sicher nicht.

Katharina hatte zum Beispiel auch unseren HiwiJob auf der Tagung erwähnt und das dort vorgestellte Wiismartboard beschrieben. Irgendwie bin ich nicht darauf gekommen, dass das auch mit unserer Lehre zu tun hat, aber das hat es ja.

Die PE hört ja nicht auf, wenn Freitag um 12 Uhr 30 die Sitzung endet. Idealerweise sollen wir Medien ja zu einem ganz normalen Bestandteil unserer Welt werden lassen.

Aber genug davon.

Heute war unser Thema: Podcast

Wir haben uns verschiedene Podcasts angesehen und danach gesucht. Besonders zu beachten sind dabei die Podcast auf der Seite der Uni HH: http://mms.uni-hamburg.de/blogs/medien-bildung/index.php

Hier kann man sich Vorlesungen noch einmal ansehen, auch von Professoren, die man sonst nicht die Chance hätte zu sehen. Man könnte sich also sehr gut zusätzlich bilden oder für Hausarbeiten informieren, sich einen Überblick verschaffen.

Hierzu trat in der PE der Aspekt des besten Lehrers für die Schüler. Durch Podcasts mehrerer Professoren zu einem Thema, aus denen ich mir denjenigen heraussuchen kann, den ich am besten verstehe oder einen sehr guten Professor, dessen Vorlesung allen Studenten, egal, zu welchem Parallelkurs sie eigentlich gehören im Netz noch mal angeboten wird, um das verstehen sicherzustellen würde die Lehre verbessern.
Zudem könnte jeder Schüler/Student individuell beim zuhören vor und zurückspulen, sich die Dinge solange anhören, bis er sie verstanden hat oder selbstständig nacharbeiten, was er aus welchen Gründen auch immer verpasst hat.

Die negativen Aspekte dabei wären, dass man auf diese Weise gewissermaßen die Lehrende Person, den Professor in der realen Vorlesung im realen Audimax wegrationalisiert.
Wozu, habe ich gefragt (und zu recht, finde ich) brauche ich dann noch zur Uni zu gehen? Wenn ich ein Videofeed habe, dass mir die Vorlesung ins Haus bringt?
Zudem, Podcasts haben nur einen Nutzen, wenn der Lernende diszipliniert und selbstverantwortlich genug ist, sich die Feeds auch Zu hause anzusehen und nicht ständig beiseite legt, bis die Klausur naht.

Mir persönlich gefällt der Gedanke an die Podcasts nicht. Ich habe Vorbehalte. Ich fände es sinnvoll, wenn mir mein Lehrer sagt: Schau dir Zu hause als Hausaufgabe diesen oder jenen Lehrenden, seinen Vortrag an. Nicht aber, wenn Podcasts zunehmend die Lehrenden ersetzten.

Meiner Meinung nach ist Lehre etwas, das zwei Menschen braucht. Den Lehrenden und den Lehrer. Der Lehrende muss fragen stellen, der Lehrende auf den Lehrenden eingehen, zumindest in einem Seminar. Aber auch in einer Vorlesung kann man Fragen und es ist immer noch ein Unterschied, ob ich meinen Professor, die Vorlesung als etwas reales Erfahre, als eine Art Austausch. Ich tausche mein Interesse gegen Wissen. Und ich finde immer noch, dass ich lieber zusammen mit einer Gruppe an den Lehrenden vertausche, als dass ich Zu hause meinem PC das Wissen aus der Nase ziehe.

Sicherlich, ab und zu denke ich mir auch, dass manche Lehrenden auch auf einer Schallplatte genauso klingen würden, wie im Realen. Aber das ist nicht die Regel. Ich möchte mir die Universität nicht als Internetkonstruktion vorstellen.

Den Rest der Stunde haben wir dann selbst gelernt, wie man Podcasts erstellt. Wir haben uns eine TestMP3 heruntergeladen, die furchtbar klang, rauschte, zu laut war, einfach so anfing und endete, Ähs enthielt... Die haben wir dann aufgeräumt.
Ich habe das auch ganz gut geschafft, leider hatte ich meinen Stick nicht dabei und habe nicht daran gedacht, mir die Datei als email zu schicken, so dass sie jetzt weg ist.

Einen kleinen Testpodcast hatte ich auch aufgenommen. Wir haben mit Audacity gearbeitet. Das gefiel mir als Programm ziemlich gut. Es war leicht zu bedienen und für das Audiobloggen sicher ausreichend. Ich glaube, zu einem richtigen Audioaufnahmeprogramm verhält es sich ungefähr so, wie paint zu corel draw.
Henning hatte uns noch eine beeindruckendere Audiodatei ins Edu gestellt, die er mit Lame-Encoder erstellt hat.

Ich hätte gern auch lieber heute ein Audioblog erstellt, als ein normales. Mein Headset scheint kaputt zu sein, nachdem ich es zwei Jahre nicht mehr benutzt habe :((

Hier ist ein Podcast, das ich zu Deutsch gefunden habe und das mir gefallen hat: "Das treffende Wort" - Professor Hermand returns^^ Wenn man zuhört, wird alles klar. Es ist sehr interessant.

Und zum Abschluss, noch ein Bild, um meinen Lernerfolg zu vervollständigen:

Freitag, 21. November 2008

Moodle und Schönschrift

Was haben wir heute getan? Wir haben uns plangemäß mit Moodle vertraut gemacht und auch eine Powerpoint-Peäsentation gesehen, in der erläutert wird, wann man als Lehrer Moodle einsetzten sollte und warum und wann man es lieber lassen sollte.

Mir ist dabei vor allem aufgefallen, dass ein Schul-moodle und sebst das CommSy an der Uni Hamburg viel mehr Pflege erfährt als das Moodle an der Uni Kiel.
Im Kieler Moodle haben die Dozenten eher ihre Materialien abgelegt und dann nie mehr nachgeschaut.
In der PE und in der Vorlesung erziehungswissenschaft schauen die Dozenten sich an, ob wir zugreifen, worauf und wie wir uns innerhalb der Plattform äußern (Pazinni möchte, dass ihm die Plattform auch als Feedback dient).
In der Präsentation wurde extra darauf hingewiesen, dass das Moodle besondere Pflege braucht.

Ich denke mal, wenn ich mir jetzt einen aktenordner mit Materialien anlege, den ich mit den Schülern jahr für Jahr von vorne durcharbeiten kann, im Unterricht habe ich weniger Arbeit als mit moodle.
Ich mag es nämlcih nciht, am PC zu schreiben. Da bin ich wohl eher die Ausnahme, in der Sitzung heute waren ja die Stimmen für PC-Schreiben lauter. Ich werde vom PC schreiben müde und während ich beinahe schon automatisch mein Heft oder ein Tafelbild bei der nachhilfe strukturiere stehe ich vor dem PC immer ein bisschen doof dar.
Mein PC mag meine Einrückungen nicht, frisst regelmäßih meine Absätze, ach ich weiß auch nciht.
So viel Spaß hätte ich also vermutlich nciht daran eine Moodle Einheit mit meinen Schülern zu machen. Zum einen könnte ich dann nicht in der Stunde kontrollieren, was sie so treiben, sondern müsste mich drei, vie Mal die Woche hinsetzen um Nachzuschauen.
Wenn mein PC dann ein Problem bekommt kann das auch schnell m,al lästig werden.
Andererseits könnte ich das dann ja wie mein ehemaliger BioLk-Lehrer machen, wenn er uns Projekte hat erarbeiten lassen, den Unterricht auf die Hälfte kürzen und in der anderen verständigen wir uns in den Gruppen und er verständigt sihc mit einer Einzelgruppe über die Fortschritte.
am end ewird dann alles präsentiert, mit PowerPoint oder wie auch immer ich das dann mache, im Moodle.
Nützlich wir Moodle, wenn ich mir ein Testkontingent erstellt habe (Haha, kein Korrigieren!).

Gedanken habe ich mir auch um den intelligenten Schüler gemacht, der nicht schreiben konnte (also ordentlich schreiben). Ich glaube, so etwas gibt es öfter und wenn ich dann als Lehrerin ihm auch noch ermögliche, sich in die PC-Welt zu flüchten habe ich ncihts gewonnen.
Das wäre ein Argument für die Methode meiner Mathelehrerin: Schönschrift an der Tafel und harsche Kritik für Geschmiere, schnönschriftliches Abschreiben hingeschmierter Mathearbeiten ("Aber schon die Ecke von der Vier uszeichnen!!" "Und jeden Schritt erklären!Aber in ganzen Sätzen!!")
Wie Tessa das schon sagte, Schreiben ist elementar, da muss man als Lehrerin drauf bestehen und wenn man das kann, dann kann man auch gern den Computer benutzen. Denn der hat ja auch seine Vorteile, selbst, wenn ich ihn nicht so besonders mag.

Montag, 17. November 2008

Lerntagebuch und Wiki

Ich habe mich gefragt, wie ein Lerntagebuch sich effektiv auswirkt.

Wenn ich während meines Abiturs ein Lerntagebuch geführt hätte, hätte es sich wohl wie folgt angehört:" Mein Gott, schon wieder nicht genug geschafft. Das verstehe ich nicht, das auch nicht und das steht auch noch auf der Liste!"So ungefähr hätte ich das wohl geschrieben.
Früher, in der fünften Klasse hätte wohl drinnen gestanden, was wir gelernt haben, allerdings kein Wort über meine unvorbereiteten Hausaufgaben oder die Physikklausur, die ich nicht verstehe.
In dem Abi-Fall hätte es mir vermutlich in sofern genutzt, als dass ich mich selbst kontrollierte, im Fünfte Klasse Fall als eine Art Archiv, wann wir was gemacht haben.
Beides kann ganz hilfreich sein, ich frage mich aber, ob der Anspruch erreicht wäre, dass ich mein Lernen reflektiere. Es wäre eher ein Lagebericht.Wenn ich also ein Lerntagebuch für die Kinder in den Unterricht einbinden wollte, dann würde ich Tagebuchschreiben als Hausaufgabe geben. Ich würde dabei veruschen, mit Hilfe von Surveys die Jüngeren Kinder dazu zu bringen ihr Lernverhalten zu reflektieren, damit ich nicht ständig 30 Lerntagebücher lesen müsste, um mir einen Überblick zu verschaffen wie die Kinder stehen.Es geht ja eigentlich nicht um das Lerntagebuch als Slebstzweck, sondern darum, dass ich die Kinder fähig mache, ihr Lernen zu überblicken.Gut nutzen könnte man das vielleicht auch als Begriffssammlung? Ich könnte anordnen, dass unter jeden Eintrag die Begriffe des Tages kommen?Für eine Abiturklasse kann man das Lerntagebuch sicherlich ganz frei gestalten lassen, man sollte aber eventuell mal eine Anleitung geben, wieviel man bisher gelernt haben sollte, mit welchen Begriffen man etwas anfangen können sollte usf. Sonst wird das ja (wie bei mir) schnell zur Mecker-Müllhalde.

Auch bei Wiki frage ich mich eine bestimmte Sache: Wenn ich Wiki mit Grundschülern benutzen will, wollen die dann ihr Wiki überhaupt teilen, oder läuft das dann wie mit den Plakaten bei uns früher, dass zwei Freundinnen zusammen arbeiten und die dritte nicht "mitspielen" darf?Ob das so ein Problem ist, Gruppenarbeit zu organisieren? Ich fand früher immer, dass unsere Lehrer das wahnsinnig schlecht organisiert haben.
Wenn man den Kindern sagt, sie sollen sich zu Gruppen zusammenfinden und das nicht weiter lenkt, dann kommt immer recht schnell "Mit der/dem will ich nicht" "Der ist doof!" "Wir wollen aber alle zusammen machen, zu sechst!"Andererseits, wenn ich das einteile, als Lehrerin, dann macht es das auch nciht wirklich besser, schließlich kann ich nicht dafür sorgen, dass die Kinder nciht bemerken, mit wem sie nciht zusammenarbeiten wollen. Und dann sitzt da einer abseits in meinen Gruppen.Sehr sehr schwierig alles. Ich vermute, dass ich meine Kinder da sehr früh sozialisieren muss, damit sie einsehen, dass sie mit Ausgrenzen nicht weit kommen. Wenn man das denn überhaupt kann. Heute sind die Kinder schon im Kindergarten in Cliquen und stecken den Außernseiter in den Elefantenmülleimer.Komme ich mit sozialer Kompetenz statt InGroup OutGroup überhaupt in deren Köpfen an?Zu solchen anwendungsbezogenen Fragen, zur psychischen Komponente "Kind" wird in der PE leider ja noch nicht so viel gesagt. Ist ja auch nciht das Thema (wäre aber trotzdem gut)Auch wenn es in der letzten Stunde zu den Wikis schon viel mehr so war, dass ich mir vorstellen konnte, die Technik nicht nur für mcih persönlich und als Lebenskompetenz in den Kindern anzulegen, sondern auch, wie ich die Technik im Unterricht auf eine produktive Weise einbinde.Vielleicht auch, weil wir selbst mit den Wikis gearbeitet haben an einem Thema, dass einer unserer "Mitschüler" vorgibt.Das war eine ganz gute Methode.Ich darf auf jeden Fall nicht erlauben, dass die Kinder einander das Wiki überschreiben.Da muss ich ein Forum mit bearbeiteten Versionen anordnen, aus dem ich auswähle. Sonst bin ich schnell da, dass sie einander die Wikis kaputt machen, oder einfach die Texte der anderen überschreiben, damit ihr eigener da steht.Kinder sind ja leider so.

Es ist tatsächlich so, dass ich nach den PEs die meiste Zeit damit verbringe, mich zu fragen, wie ich die Techniken in der realen Welt, in der schreiende Kinder herumlaufen und nicht nur theorethisch in der schönen Moodle Welt einsetze.Vielleicht sind diese Techniken eher etwas für den Deutschunterricht? Vielleicht sollte ich mich darauf beschräncken, die Kinder schöne "Portfolios" in Wiki, Lerntagebuch und Blogger anlegen zu lassen?Thema: Schreiben und Lesen in der Moderne?

Sonntag, 16. November 2008

Das Seminar:

Anfangs wollte ich es gar nicht haben, mit Medien habe ich doch gar nicht so viel am hut.
Ein bische Moodle, ein bisschen Myblog, ein paar Brocken Myspace...Ich bin doch keine Informatikerin, dachte ich mir, das kann doch ncihts werden!
Letztlich, nach ein zwei Stunden ist das hier dann doch kein Informatikunterricht (da habe ich ja Glück gehabt). Was wir im Seminar machen ist eher so etwas, wie Internetkunde. Was können wir tun, um uns zu vernetzen? Wie können wir dieses Medium für uns Nutzen?Vieles hilft uns nciht nur in der Schule, sondern ist praktische Internet-Lebenskunde, die jeder mal gehabt haben sollte.Wir teilen unsere Bookmarks bei Mister Wong (auch wenn ich noch keine on habe) und teilen uns in Posts mit. Wir wissen, welche Programme wir benutzen können, damit wir uns aus OpenSource versorgen können.Wir bekommen Anregungen, wie wir später diese Lebenskunde an unsere Schüler weitergeben können.Wie wir sie empraktisch nutzen.Wir lernen, woher das Internet kommt, was Web 2.0 ist, was ein Wiki und was ein RRS-Feed.W

ir lernen also alle Begriffe kennen, die uns im Alltag sowieso immer mal wieder über den Weg laufen und bei denen wir fast schon akzeptiert haben, dass wir ihre Bedeutung nicht kennen. Bisher hatte es uns ja auch nciht gefehlt.
Klar. Man braucht nicht alles wissen.

Man muss ncihts nutzen.

Aber man kann ja. :)
Mein zweiter Post war folgender:

In der nächsten Stunde, in der ich der Klasse zuschaute, am Montagmorgen, waren die Kinder nicht sehr enthusiastisch. Bei Frau T., der Englisch-sowie Deutschlehrerin sind die Kinder zwar nicht undisziplinierter, als arbeitsunwiliger, als bei Herrn D.

Ich hatte den Eindruck, zwar sieht man ihnen ihr schlechtes Gewissen an, die Tatsache des " Nicht-erwischt werden wollens" dennoch haben über 60 Prozent der Klasse die Lesehausaufgaben nicht erledigt. Frau T. rügte die Kinder, indem sie ihnen vor Augen rief, dass sie so keinen Unterricht machen könne. Nachteilig kam es mi hier vor, einzugestehen, dass die Kinder Macht über den Unterricht besaßen. Mann muss bedenken, dass das hier fünfzehn, vierzehnjährige Kinder sind, ihnen praktisch zu sagen, dass es keinen Unterricht gibt, wenn sie das nicht unterstützen, finde ich riskant.
Frau T. versuchte den Kindern darzulegen, dass die unterrichtsunfähige Situation " doof" für sie sei "und doof für euch". Ich glaube aber nicht, dass die Kinder aus dieser Tatsache wirklich einen ausreichenden Ansporn erhalten, das nächste Mal ihr Hausaufgabe zu erledigen. Die meisten von ihnen sind sicherlich zu faul, eben typische Teenager um sich von dieser Ansage beeinflussen zu lassen. Zudem wollte Frau T. den Kindern vor Augen führen, dass ihnen nach der Verkürzung der Schulzeit nur noch zwei Jahre blieben, bis sie in die Oberstufe kämmen, also in die beiden abiturvorbereitenden Jahre.
Ich finde zwar, dass ein Lehrer diese Tatsache mitdenken muss, ich glaube aber nicht, dass die Kinder sich diese Tatsache überhaupt bewusst machen können. Teenager denken selten weit in die Zukunft und wenn sie es in diesem Alter tun, dann ist es abstrakt, im Sinne von "Ich möchte einmal Polizist werden". Ich fände es ungewöhnlich mit fünfzehn von einem Kind zu hören, dass es sich jetzt anstrengen wird, damit es ein gutes Abi hat um später diesen oder jenen Ausbildungsplatz zu bekommen, oder ein Studium. Der Motivationsdruck reicht nur in den seltensten Fällen aus, die Mehrzahl der Teenager wird sich sagen, er habe ja noch "soo viel Zeit bis dahin" und sich nicht großartig ändern.
Ich hättte den Kindern einen kürzeren zeitraumgesetzt, wie eben klassisch, das Zeugnis, oder bei schone twas verständigeren Kindern, ein Lernziel offenbart, auf das sie dann hinarbeiten könnten. Ich könnte mir vorstellen, dass Kenntnis über eine endlich Zahl Lernziel, bzw. über ein bestimmtes zu erreichendes, also die Aussicht zu einem bestimmten Zeitpunkt " fertig" zu sein, averglichen mit der Vorstellung, zu einem vierjährigen Dauerlauf anzusetzen, besser geeignet ist, um die Gedankenstruktur der Kinder dahingehend zu verändern, dass sie selbstverantwortlich für die Schule (eigentlich aber für das gesetzte Ziel ) arbeiten.
Moderne Kinder sind, ebenso wie moderne Gesellschaften schnelllebig. Sie besitzen eine kurze, durch mediale Umwelt (Fernsehen, PCSpiele, Trends in den Medien) geprägte Aufmerksamkeitsspanne und nur eine kurz reichende Planungskompetenz, ebenfalls als Folge der Kurzlebigkeit ihrer Umwelt.
Und so hätte ich mich aus diesen Gründen eben für eine andere Strategie entschieden, die auch schon mehr auf die neue Rolle des Lehrers als Lernberater abzielt.

Frau T. ließ die Kinder still die Hausarbeiten nachholen. Anschließd folgte im Lehrerzimmer ein Briefing mit Herrn D., der der Klassenlehrer der Xx ist. In der nächsten Stunde rügte er die Kinder dann für ihre Arbeitsmoral im Unterricht der T.. Dies war zwar effektiv, da die Kinder Herrn D. aufgrund seiner Person Respekt zeigen und ihm gefallen wollen, er also aufgrund seiner Persönlichkeit Macht über sie besitzt, sie zu bändigen.
Ich habe auch das Gefühl, dass die Kinder ihn wesentlich ernster nehmen als Frau T. Ich selbst habe bisher nicht erlebt, dass er sich das Ruder aus der Hand nehmen lassen hat, dafür vielfältig erlebt, wie er die Kinder diszipliniert, indem er sie persönlich einzeln herausstellt und anspricht sowie ihnen durch Anweisungen in bestimmtem, aber freundlichen Ton, der keinen Wiederspruch duldet, zeigt, dass er die Leitung innehat, während Frau T. den Kindern teilweise Schwächen erkennen lässt, z.B., dass sie gestresst ist, ihr Unterricht von den Kindern abhängt, die ihre Position Schwächen.

Aus diesen Gründen setzt Frau T. den Laptop auch noch nicht im Unterricht ein, sie selbst sagt, sie sei noch dabei, in die Klasse Ordnung herein zu kriegen. Eigentlich wäre der Laptop sehr geeignet, die Kinder nach dem Belohnungsprinzip zu erziehen. Zudem hatte die T. angekündigt, dei Hausaufgaben zukünftig testatisch abzuprüfen. Auch hier könnte sie sich durch das Moodle Arbeit abnehmen.

Leider erkennt sie ihre Chancen nicht, sondern bleibt in ihrer klassischen Disziplinierungsweise, die die Jüngeren Kinder meist nicht richtig zureichend erreicht.


Jetz noch etwas, zu meinem dritten und vierten Besuch am Hansagymnasium:

Bei meinem dritten Besuch habe ich mir erneut den Deutschunterricht bei Frau Thery angesehen. An diesem Tag sah auch die Schulrektorin Frau T. zu, ich erfuhr, dass Frau T. selbst noch Referendarin ist. Vor Zwei Wochen hatte ich gehört, wie sich zwei Lehrer mit Frau T. unterhielten und ausdrückten, wie unlücklich sie es fänden, wenn Referendare bei so schwierigen Klassen eingesetzt werden. Es klang sehr kritisch. Gerade jetzt verstehe ich aber noch weniger, warum Frau T. in der 8a eingesetzt wird, sie hat es offensichtlich nicht leicht und es könnte einen negativen Einfluss auf ihre folgende Lehrtätigkeit haben, wenn ihr Erstkontakt mit einer Klasse stattfindet, mit der sie sich nciht wohl fühlt. Gerade, wenn schon vorher bekannt ist, dass es sich um eine schwierige Klasse handelt, hätte man Frau T. doch eine leichtere geben können.
Sicherlich wäre es nun ein Argument zu sagen, dass Lehrer auch mit solchen Klassen fertig werden müssen und dass man Referendare nicht in Watte packen braucht. Zudem ist auch eine schwierige Klasse am Hansagymnasium noch lange keine normale Klasse an der GSM.
Dennoch, gelungen finde ich das nicht. Ich hätte ihr einen schöneren Einstieg gewünscht, damit sie sich eine positivere Haltung bewahren kann.

Die Kinder waren in Anbetracht der Rektorin recht ruhig und friedlich, bereits in der nächsten Stunde wandelte sich allerdings das Bild.
Es kam mir vor, als müssten die Kinder, nachdem sie sich vor den Augen der Rhektorin beherrscht hatten, nun ihren Ausgleich finden.

Glücklicherweise fanden sie den erst in der nächsten Doppelstunde, bei Herrn Debacher, der sie erst mal wieder die Leinen fest machte.

Besonders ein Mädchen fiel mir auf, die sich teilweise richtig aggressiv gegen mich wandte (ich saß vor ihrem Tisch), wenn ich sie ansah. Nach einer Weile rückte sie den Tisch sogar zurück, als sei ich ihr Feind.

Auch später, gegen Herrn D. zeigte sie sich aggressiv. Ich hatte ihn bereits nach ihr gefragt, sie sei wohl häufiger aggressiv, da solle ich mich nicht wundern, im allgemeinen sei sie aber klug und könne ein gutes Abitur schaffen, sofern sie lernte, sich selbst zu zügeln.
Etwas ähnliches hatte ich mir bereits gedacht, mir war aufgefallen, dass sie im Vor-Stunde-herumgerufe immer wusste, wann welche Termine anstanden, teilweise die Lehrer nach Abgaben fragte, wann diese seine, die noch lange Zeit hatten und immer eine ordentliche Heftführung hattte. Dass sie die Hausaufgaben nicht hatte, habe ich bisher noch nie erlebt.
Wie gehe ich später mit so einem schwierigen Mädchen um, war meine Frage, auf die ich keine echte Antwort habe.

Vermutlich werde ich es auf eine bestimmte Weise versuchen und dann im Trial and Error sehen müssen, ob mein Verhalten sie erreicht. Gute Chancen hätte ich bei dieser sicher, wenn ich sie ernst nähme und ihr persönlich sagte, dass was ich über ihre Chancen und die Voraussetzung denke, ihr vielleicht ein paar Verhaltens- und Denkensratschläge gäbe?

Das hätten meine besten Lehrer in diesem Fall gemacht und bei mir hätte es auch funktioniert. Vielleicht auch bei diesem mädchen, dass sich sicherlich Gedanken über die Zukunft macht (konkret bis zum nächsten Zeugnis und abstrakt im Sinne von, ich möchte einmal...)......?


Mein vierter Besuch und damit das (fünfte Mal eine Doppelstunde) war nicht in der 8a.

Ich begleitete am freitag meine alte Leistungskurslehrerin, Frau Staats, und die Person, die mich am meisten darin bestärkt hat ( nicht persönlich, durch Worte, sondern durch ihr Beispiel und iher positive Berufs- und Lebenssicht) in eine sechste Lateinklasse.

Hier gefiel es mir besser. Ich merkte, dass ich mich erholte, als ich den kleinen Gegenüberstand und mich freute, während ich bei der 8a auch immer positiv war, aber doch ein wenig Sorge hatte, irgendwo.

Einer der Schüler, erzählte Frau Staats mir, setze sich in den Schrack, wenn er traurig sei. Er ist hochbegabt. Zuerst erschreckte mich das, ein Schüler, den ich morgends im Schranck finde und der sagt, er sei dann traurig? Als ich vor der Klasse stand, klamen mir alle Kinder so niedlich vor, dass ich sicher war, auch einen Shcüler zu trösten und herauslocken zu können, der im Schrank sitzt. Zudem, hatte Frau Staats gesagt, käme er meist nach einer Weile allein heraus. Am Ende war er dann auch von allein auf seinem Platz und nicht irgednwo, im Mobiliar.

Frau Staats bearbeitete mit den Schülern einen Aufgabenzettel, der ein wenig lusti gestaltet war, auch mit Zeichnugnen, also sehr kindgerecht. Mir fiel auf, dass die Schüler doch sehr arbeitsfähig waren und sich gut konzentrierten. Sie kamen sehr gut durch die Aufgabenzettel. Die die fertig waren, kamen zu Frau Staats und wolten, dass sie sich die Zettel anschaut. Als ich noch in der Unterstufe war, wollte ich das auch immer. Frau Staats sah sich, solange sie Zeit hatte alle an, verbesserte, gab aber vor allem Tipps, wie die Schüler die Zettel selbst noch einmal durchsahen.

In der kleinen Pause fragte sie ihre Problemschükerinnen Vokabeln ab, kontrollierte also, ob diese lernten (taten sie heute nicht, aber tendenziell zunehmend häufiger) und ermahnte sie, dran zu bleiben.

Mir fiel auf, dass eine Schülerin anstelle von Verben die Bedeutung von Substantiven sagte. Nachdem Frau Staats sich der nächsten zugewandt hatte, fragte ich sie nach, wie sie lerne. Sie sagte, dass sie einfach versuchte, sich die Worte einzuprägen. Ich versuchte dann, ihr zu erklären, wie sie in ihren Gedanken Verben, Substantive und Adjektive beim Lernen ordnen könne und das dann im Test zumindest merkte, wenn sie für ein Verb eine Substantivbedeutung sagte.

Ich habe gestern im lohmühlengymnasium einen Aushang gesehen, auf dem stand, dass eine gedächtnisweltmeisterin da gewesen sie um einer älteren Klasse Lerntechniken beizubringen und dass man darüber nachdenke, so etwa in Zukunft auch für fünfte oder sechste Klassen zu machen. Die kleinen würden das sicherlich " aufsaugen, wie ein Schwamm". Ich glaube, in England und Schweden wird das so gemacht, dass man Lerntechniken lehrt.
Ich finde den Ansatz gut, man sollte darüber nachdenken, welche Lerntechniken es gitb, wie man sie vermitteln kann und das dann real ausbauen.
das schreibe ich mir an meine Pinnwand für die Zukunft.

Ich habe auch darüber nachgedacht, in der kleinen Pause, dass Laptops hier das Bild stören würden. Nach der Pause wurde korrigiert, anschließend sahen die Kinder zwanzig Minuten einen Film über das alte Rom.
Was hätte hier ein laptopß zu sehen, wenn die Kinder das alles mit Heft und Stift besser können? Wenn Frau Staats mit ihnen die Vokabeln bespricht, die sie nciht kennen und sie trainiert, Vokabeln zu lernen? Wenn Medien gleich als Anreiz angeboten werden, der vom Unterricht getrennt ist?

Ich finde ein Konzept ohne Laptops besser. Ich habe bisher nicht gesehen, wo sie in eine Art in den Unterricht eingebunden wurden, die nicht auch ein Buch hätte leisten können.
Ein Moodle mag hilfreich sein, in Overstufe und Uni, die Kleinen schauen es zuhause nicht an.

Ich glaueb auch, dass es sehr bald in der 8a Laptopmüdigkeit gibt, wenn sie nciht bereits anfängt. Aber darüber haben wir im Seminar ja gesprochen.
Laptops müssen nicht überall sinnvoll sein, wo man sie benutzen kann.

Freitag, 14. November 2008

So, hier ist mein erster Post, den ich kurz nach meiner ersten Beobachtungsstunde verfasst hatte. Er enthält noch Pseudonyme etc., ich wollte ihn nun doch nicht verändern, weil er eben meinen ersten Eindruck und in der Reihe mit den anderen den Posting-Lerneffekt zeigt.

Ich hab auch mal meine Berichte über meine eigenen Pannen drin gelassen, damit die keiner wiederholt^^

Hallo liebe Kommillitonen

jetzt war ich bereits zwei Mal an der H.schule und habe mich dort meinem Erkundingsauftrag gewidmet. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, in welcher Form wir uns darüber äußern sollen, aber um es nicht zu vergessen wollte ich zumindest den Ablauf einmal eintragen.

Vorerst wird der Blog nicht sichtbar sein, da ich nicht sicher bin, in wiefern ich mich hier im Internet überhaupt äußern darf, ohne die Rechte der Schule zu verletzen.

Am Montag vor zwei Wochen meldete ich mich bei Herr D. Unglücklicherweise völlig schweißüberströmt und leicht lädiert, da ich morgends vorher arbeitete und nciht weggehen konnte, so dass ich den gesamten Doktorberg hochrannte (Zum Glück in der Unterrichtszeit, das hätte sonst wirklich einen seltsamen Eindruck bei den Schülern gemacht).
Ich erwischte ihn gerade noch und verabredete, am nächsten Donnerstag zu seinem Chemieunterricht zu erscheinen.
Nehmt euch also am morgen vor der Schule nichts vor. Sollte man überhaupt und vor Bewerbungsgesprächen NIE,NIE tun. Ich wünschte, ich würde auf mich hören :/

Das tat ich dann auch, um 7:34 erreichte ich die Schule, pünktlich und lädationsfrei. Herr D. untterichtet die MEdienklasse Xx in Chemie und Mathematik. Diese Klasse zeichnet sich durch die Tatsache aus, dass sämtliche Kinder ein elternfinanziertes Netbook besitzen und dieses im Unttericht nach Lehreranweisung verwendet wird. Beispielsweise sollten sie an diesem Tag im Chemieunterricht Verbindungen und Reinstoffe googeln, bzw. entsprechendes MAterial auf Moodle benutzen.
Die zweite Tatsache, durch die diese Klasse sich auszeichnet ist die Verwendung des Moodlesystems, einer Lernplattform auf der Unterrichtsmaterial, auf dem Social Softwareprogramm HotPotatoes basierende Übungsteste , sowie Hausaufgabenanweisungen hinterlegt werden können.
Theoretisch wäre Moddle auch als Lernforum oder Gruppenarbeitsforum denkbar, in dem die Kinder ihre Fragen stellen und diskutieren oder eigene Texte (Referate, Zusammenfassungen) hochladen. Laut Herrn D. ist Moodle noch in der Einführungsphase und soll noch weiter ausgebaut werden, dahingehend, dass die Kinder wesentlich mehr Aufgaben in Moodle abrufen und bearbeiten werden, zudem wären benotette Teste über Moodle durchaus denkbar.
Ich denke, auf diese Möglichkeit werde ich in meinem Referat über Moodle noch stärker eingehen, da Herr D. mir sie so schön erklärt hat.

Mir selbst fiel an diesem tag auf, dass die Kinder zwar teilweise etwas anderes an den Laptops machten, aber nicht lange und möglichst auch, ohne sich erwischen zu lassen. Ich hatte ferneer auch den Eindruck, dass die Kinder großen Respekt vor Herrn D. haben, was ich auch in meiner zweiten Beobachtung nur bestätigt sehen konnte, wenn auch, die Lautstärke die diese Klasse an dem Donnerstag in den ersten beiden Stunden zeigte in keiner Relation stand zu ihren Fähigkeiten Geräuschkulissen zu schaffen, die ich in der fünften Stunde an diesem Tag erleben sollte. Dann war die Klasse nämlich ausgeschlafen.

Bei der Xx handele es sich um eine schwer "regierbare Klasse" erlärte mir Frau S., meine frühere Lateinleistungskurslehrerin, dies seien Klassen, die in ihrer Kombination aus den einzelbnen Individuen eine große Unrihe und Lautstärke entwickeln, sich gegenseitig zu Zwischenreden anstacheln und allgemein sehr unruhig und schwer disziplinierbar sei.
Es gebe Klassen, so Frau S., die einfach aus ihrer Struktur heraus diszipliniert und still seien, und Klassen, die das nicht seien, obwohl ihr Individuen alle für sich liebe und verständige Kinder sind.

Auf meine Nachfragen eröffnete Herr D., dass das Problem der Xx, wobei man das nicht als Problem bezeichnen könne, darin bestehe, das sie eine vergleichsweise Leistungsschwächere Klasse seien und sich in ihrem Image als Underdogs gegenüber den anderen Klassen und als schwer regierbar ( wobei ihnen die Bezeichnung unbekannt ist) eingerichtet haben.

Im Nachhinein stellte ich mir die Frage, ob ich selbst als Referendarin einer solchen Klasse standhalten würde. Tatsächlich kann ich das nicht sagen, ich denke aber, dass ich mit der Xx gut zurechtkommen würde. Tatsächlich waren die Kinder nicht unfreundlich oder frech. Sie waren mir gegenüber aufgeschlossen und zeigten auch, dass sie durchaus wissen, was im Unteerricht angebracht ist und was nicht. Als Beispiel beobachtete ich eine Weile zwei Jungen, die in einer Stillarbeitsphase, in der in der Klasse keine rechte Ruhe eintrat, mit einer Schere herumfuchtelten (man muss es wirklich so bezeichen) und vorgaben sich gegenseitig in die Hosen zu schneiden. Als einer der Jungen (der Mittäter, nicht der Verursacher ihres " Spiels" ) bemerkte, dass ich ihnen zusah rief er seinen Freund zur Ordnung, mit den Worten: " Maaan, sie beobachtet uns! ". Ihm schien sein Verhalten peinlich zu sein. Allgemein schien es allen Kindern stets peinlich, vonn Herrn D. bei einer Unart erwischt zu werden, auch wenn sie hinter seinem Rücken, wenn sie glaubten, er bekäme nichts mit, zu allerlei Lebendigkeit aufliefen.

Tatsächlich mochte ich die Xx gleich von Anfang an. Die Einzelnen Schüler sind jeder für sich durchaus am Unterricht interessiert, es kam mir nicht so vor, als würden sie alle gern zur Schule gehen. Zudem ist keiner von ihnen wirklich unverschämt oder böse-frech.

Tatsächlich denke ich im Nachhinein, dass es für solch eine Klasse, eine gute Methode ist, sie mit Hilfe von Laptops am Unterricht interessiert zu halten und ihnen Abwechslungen zu bieten. Die Kinder verhielten sich in den Stunden Herrn D.s durchweg friedlicher und interessierter als bei ihrer Deutsch- und Englischlehrerin Frau T., die kaum Laptopbenutzung einbindet. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Aussicht, auf eine Arbeitsphase an den Laptops, die Kinder ruhiger arbeiten lässt, weil sie das Ziel, das "Leckerli" Laptop erreichen wollen, während sie in einer Stunde, die ihnen "nichts Aufregendes zu bieten hat" auch weniger bereitwillig sind, zu arbeiten.
Hier kann man also ableiten, dass man Netbooks auch als Mittel benutzen kann um eine Klasse "auf weiche Art" zu disziplinieren.