Ich habe mich gefragt, wie ein Lerntagebuch sich effektiv auswirkt.
Wenn ich während meines Abiturs ein Lerntagebuch geführt hätte, hätte es sich wohl wie folgt angehört:" Mein Gott, schon wieder nicht genug geschafft. Das verstehe ich nicht, das auch nicht und das steht auch noch auf der Liste!"So ungefähr hätte ich das wohl geschrieben.
Früher, in der fünften Klasse hätte wohl drinnen gestanden, was wir gelernt haben, allerdings kein Wort über meine unvorbereiteten Hausaufgaben oder die Physikklausur, die ich nicht verstehe.
In dem Abi-Fall hätte es mir vermutlich in sofern genutzt, als dass ich mich selbst kontrollierte, im Fünfte Klasse Fall als eine Art Archiv, wann wir was gemacht haben.
Beides kann ganz hilfreich sein, ich frage mich aber, ob der Anspruch erreicht wäre, dass ich mein Lernen reflektiere. Es wäre eher ein Lagebericht.Wenn ich also ein Lerntagebuch für die Kinder in den Unterricht einbinden wollte, dann würde ich Tagebuchschreiben als Hausaufgabe geben. Ich würde dabei veruschen, mit Hilfe von Surveys die Jüngeren Kinder dazu zu bringen ihr Lernverhalten zu reflektieren, damit ich nicht ständig 30 Lerntagebücher lesen müsste, um mir einen Überblick zu verschaffen wie die Kinder stehen.Es geht ja eigentlich nicht um das Lerntagebuch als Slebstzweck, sondern darum, dass ich die Kinder fähig mache, ihr Lernen zu überblicken.Gut nutzen könnte man das vielleicht auch als Begriffssammlung? Ich könnte anordnen, dass unter jeden Eintrag die Begriffe des Tages kommen?Für eine Abiturklasse kann man das Lerntagebuch sicherlich ganz frei gestalten lassen, man sollte aber eventuell mal eine Anleitung geben, wieviel man bisher gelernt haben sollte, mit welchen Begriffen man etwas anfangen können sollte usf. Sonst wird das ja (wie bei mir) schnell zur Mecker-Müllhalde.
Auch bei Wiki frage ich mich eine bestimmte Sache: Wenn ich Wiki mit Grundschülern benutzen will, wollen die dann ihr Wiki überhaupt teilen, oder läuft das dann wie mit den Plakaten bei uns früher, dass zwei Freundinnen zusammen arbeiten und die dritte nicht "mitspielen" darf?Ob das so ein Problem ist, Gruppenarbeit zu organisieren? Ich fand früher immer, dass unsere Lehrer das wahnsinnig schlecht organisiert haben.
Wenn man den Kindern sagt, sie sollen sich zu Gruppen zusammenfinden und das nicht weiter lenkt, dann kommt immer recht schnell "Mit der/dem will ich nicht" "Der ist doof!" "Wir wollen aber alle zusammen machen, zu sechst!"Andererseits, wenn ich das einteile, als Lehrerin, dann macht es das auch nciht wirklich besser, schließlich kann ich nicht dafür sorgen, dass die Kinder nciht bemerken, mit wem sie nciht zusammenarbeiten wollen. Und dann sitzt da einer abseits in meinen Gruppen.Sehr sehr schwierig alles. Ich vermute, dass ich meine Kinder da sehr früh sozialisieren muss, damit sie einsehen, dass sie mit Ausgrenzen nicht weit kommen. Wenn man das denn überhaupt kann. Heute sind die Kinder schon im Kindergarten in Cliquen und stecken den Außernseiter in den Elefantenmülleimer.Komme ich mit sozialer Kompetenz statt InGroup OutGroup überhaupt in deren Köpfen an?Zu solchen anwendungsbezogenen Fragen, zur psychischen Komponente "Kind" wird in der PE leider ja noch nicht so viel gesagt. Ist ja auch nciht das Thema (wäre aber trotzdem gut)Auch wenn es in der letzten Stunde zu den Wikis schon viel mehr so war, dass ich mir vorstellen konnte, die Technik nicht nur für mcih persönlich und als Lebenskompetenz in den Kindern anzulegen, sondern auch, wie ich die Technik im Unterricht auf eine produktive Weise einbinde.Vielleicht auch, weil wir selbst mit den Wikis gearbeitet haben an einem Thema, dass einer unserer "Mitschüler" vorgibt.Das war eine ganz gute Methode.Ich darf auf jeden Fall nicht erlauben, dass die Kinder einander das Wiki überschreiben.Da muss ich ein Forum mit bearbeiteten Versionen anordnen, aus dem ich auswähle. Sonst bin ich schnell da, dass sie einander die Wikis kaputt machen, oder einfach die Texte der anderen überschreiben, damit ihr eigener da steht.Kinder sind ja leider so.
Es ist tatsächlich so, dass ich nach den PEs die meiste Zeit damit verbringe, mich zu fragen, wie ich die Techniken in der realen Welt, in der schreiende Kinder herumlaufen und nicht nur theorethisch in der schönen Moodle Welt einsetze.Vielleicht sind diese Techniken eher etwas für den Deutschunterricht? Vielleicht sollte ich mich darauf beschräncken, die Kinder schöne "Portfolios" in Wiki, Lerntagebuch und Blogger anlegen zu lassen?Thema: Schreiben und Lesen in der Moderne?
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