Donnerstag, 15. Januar 2009

Die erste PE im Neuen Jahr und gleichzeitig die letzte des Assessment-Centers.
Wieder einmal wurde Rollengespielt, diesmal bestand die Aufgabe darin, eine Vertretungsstunde für eine zehnte Klasse innerhalb von zehn Minuten vorzubereiten.
Ich kann es mir bildlich vorstellen, man kommt morgens durch die Tür des Lehrerzimmers und schon stürzt der Kollege auf einen zu: "Alina, Brigitte ist krank, ihre 10 a braucht eine Vertretung, du hast doch in der dritten, vierten frei, übernimmst du das?" Und schon ist der Stapel Tests, den man in dieser Zeit vorbereiten wollte auf das Nebengleis gerutscht, aber man tut es ja gern.
Nur was tut man mit der Klasse? Material hat man nur für seine 8. und 6. dabei, das wird die Zehnte nicht gerade in Jubelstürme versetzen. Es muss ein Lückenfüller her!
Meine persönlich Lösung war, eine Doppelseite aus der "Zeit" zu nehmen, die ich gerade zuvor in der Bahn gelesen hatte. So etwas lässt sich vermutlich immer gut machen, das steht ja alles wichtige drin, was so passiert (naja, zumindest vieles).

Leider habe ich dann mein Thema "Reli oder Ethik - Sollte Reli Pflichtfach sein?" nicht so gut umgesetzt, man hätte sicher etwas daraus machen können. Wäre ich in der Hansaschule gewesen, hätte ich glaube ich, einfach beide Spalten ausgeschnitten auf ein Blatt gepappt und einen Stapel kopiert, die Einen hätten die Reli-Spalte und die Anderen die Ethik-Spalte bekommen, voila, eine Diskussionsgrundlage ist geschaffen.
Aber so musste das halt anders gehen. Ich hatte mir vorgenommen, den Artikel zusammenzufassen, erst mal zu klären, was Reli und was Ethik eigentlich ist und dann zu diskutieren. Letzten Endes war ich dann so versucht, auf die Beiträge und Interessen der "Kinder" einzugehen, dass ich mein Konzept schnell aus den Augen verloren habe.
Dafür ist man ja auch hier, um etwas zu lernen, also auch, wo man Schwächen bekommen könnte.
In diesem Sinne haben wir dann auch darüber diskutiert, wie sinnvoll diese Trainings-Einheit der PE ist (verpflichtend oder nicht?). Wir waren uns da absolut einig, dass das eigentlich so zentral wichtig ist, dass das für alle PEs verpflichtend sein müsste und zwar am besten noch ausgedehnter als über drei Stunden.
Dabei haben wir auch erfahren, dass wir die einzige PE waren, die den Melanie-Film am Anfang gesehen hat und nicht am Ende. Das Ergebnis war, dass der Film auch zukünftig am Anfang gezeigt wird. Er öffnet einem die Augen, so, dass man das Training viel bewusster und intensiver Nutzen kann. Außerdem wäre der Film ein schlechter Abschluss, weil er die meisten von uns am Ende sehr verunsichert hätte und uns mit einem schlechten Gefühl nach Hause gehen lassen.
Und das ist ja nicht der Sinn der Sache.

In diesem Sinne, frohes Neues!

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