Donnerstag, 15. Januar 2009

Sehr geehrter Herr Vater,...


In der letzten PE im Dezember ging es weiter mit den vorbereitenden Rollenspielen des Assessment-Centers. Diesmal bestand das Rollenspiel im Verfassen eines Briefes an einen über die Mathenote seiner Tochter erregten und überreifrig den Lehrer angreifenden Vater.
Am besten wäre es in solch einem Falle wohl, bestimmt, ruhig und freundlich zu bleiben.
Hier meine Version.

Sehr geehrter Doktor Professor Edelstein,


zunächst einmal möchte ich Ihnen versichern, dass ich mich über Ihr Elternengagement und das Interesse an der Performanz Ihrer Tochter im Fach Mathematik freue. Gerne möchte ich Ihnen zustimmen, dass es sich bei MArie-Sophie um ein kluges Mädchen handelt, was sich sicherlich bereits früh gezeigt hat. Gewiss sind ihrer aktuellen Probleme lediglich momentan und situtionsbedingt, was allerdings bedeutet, dass wir uns umsomehr darum bemühen müssen mit Marie-Sophie die Hintergründe zu durchleuchten und Verbesserungen zu erarbeiten.
Zu dem Unterricht, den Marie zuvor erhalten hat kann ich mich nicht äußern, da bis vor einigen Monaten nicht ich, sondern Frau Milde die Lehrerin ihrer Tochter war, ich bin erst seit einiger Zeit der Lehrer ihrer Tochter und auch erst seit dieser Zeit beobachte und bewerte ich die Leistungen von Marie-Sophie. Frau Milde hatte eventuell ein anderes didaktisches Konzept als ich es besitze, wobei ich mir bei meinem sehr sicher bin, da ich seit 15 Jahren unterrichte und immer wieder von Jüngeren Kollegen aufgrund meiner didaktischen Kompetenz um Rat gefragt werde.
Tatsächlich verhielt es sich so, dass Marie-Sophie bis zum Zeitpunkt der letzten Klausur drei Unterrichtsstunden versäumte und auch das Angebot einer klausurvorbereitenden Konsultation meinerseits ohne weitere Erklärungen ausschlug, somit auch die Chance, von mir explizit und im Bezug auf ihre Versäumnisse auf die Klausur vorbereitet zu werden.
Ich bin allerdings sehr zuversichtlich, dass wir gerade durch Ihren Einsatz gemeinschaftlich mit Ihrer Tochter auf Ihre Leistungen einwirken können,, stehe also einem Gespräch mit Ihnen selbstverständlich überaus positiv gegenüber. Und natürlich wäre es sinnvoll, wenn sie sich bereits vorher mit Marie-Sophie beraten und ihre Tochter sie bis ins Vorzimmer begleitet um sihc für Rückfragen bereit zu halten.

In diesem Sinne freue ich mich also auf unsere Konsultation im Zeitraum vom XX. bis zum XX. Februar.
Mit freundlichen Grüßen,
Max Wohlgemuth.

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